Lesetipp: Interview mit Bundesrichter a.D. Thomas Fischer

Thomas Fischer, der ehemalige Bundesrichter, der erst mit Ende 20 angefangen hat Jura zu studieren, ist ein Mann, der bis vor kurzem fast ausschließlich Juristen durch seinen Kommentar zum Strafgesetzbuch, in jüngster Zeit jedoch auch einer breiteren Leserschaft durch seine Kolumne in der ZEIT mit dem nicht gerade unprätentiösen Titel „Fischer im Recht“ Bekanntheit erlangt wie auch Antipathie auf sich gezogen hat. Man kann sich wahrscheinlich darauf einigen, dass er keiner Kontroverse aus dem Weg geht und sich nicht scheut, anzuecken.

In einem langen Interview mit dem Portal „Meedia“, das ich erst jetzt entdeckt habe, beschreibt er seinen atypischen Lebensweg vom Schulabbrecher, gescheiterten Rockmusiker und Paketzusteller bis zum Vorsitzenden einer Strafkammer und BGH-Richter. Ein interessantes und absolut lesenswertes Interview:

„Verbote und Gebote waren ferne Regeln, die für niemanden in meiner Umgebung Bedeutung hatten. Ich hatte wohl einfach nur Glück, nicht in Situationen gekommen zu sein, die schlecht hätten enden können und mein Leben ganz anders beeinflusst hätten. In den frühen Siebzigern herrschte bei jungen Menschen in Deutschland eine Grundstimmung, in der man sich nicht vorstellen konnte, es könne irgendwie einmal schwierig werden: Es gab keine Unsicherheit, niemand wäre auf die Idee gekommen, von Rentenlücken oder Versorgungsängsten zu reden. Das Leben war eine einzige Bewegung zum Immer Schöneren und Freieren. Es war egal, ob man Universitätsprofessor oder Taxifahrer war, es kam darauf an, cool zu sein und das Richtige zu denken. Eine Stimmung der Opposition, eine Zeit des Anti-Vietnam Protestes. Und des Rock’n Roll.“

Hier geht es weiter.

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