Der Basketballplatz als Wille und Vorstellung

Ich finde, dass wir in ziemlich bizarren Zeiten leben. Man kann auf dem Weihnachtsmarkt keinen Lumumba mehr trinken, ohne sich dem Verdacht des Rassismus auszusetzen. Blauhaarige Feministinnen lassen sich von Osama Bin Laden die Augen über Geopolitik öffnen. Feministinnen bringen es nicht über sich, Vergewaltigungen an jüdischen Frauen zu verurteilen, was für mich nur der letzte Beweis dafür ist, dass die Schnittmengen zwischen Feminismus und Islamismus immer größer werden. Am besten können es natürlich die Engländer mit ihrem britischen Humor darstellen (der ganze Channel ist übrigens großartig):

Bonus:

Ich begreife den Zeitgeist nicht mehr und dabei bin ich noch nicht mal Boomer, sondern gehöre der üblicherweise ignorierten und übergangenen Generation X an.

Wir „Xer“ sind nicht mehr mit Wirtschaftswunder und Vollbeschäftigung aufgewachsen, sondern haben die ersten Beschissenheiten der neuen Arbeitswelt der 2000er „genießen“ dürfen: die Start-Up-Arbeitskultur („wir sind doch nicht nur Kollegen, sondern auch Freunde“, „Was? Du willst tatsächlich schon um 19 Uhr nach Hause gehen? Hast Du nen halben Tag Urlaub?“). Dafür hatten wir in den 90er Jahren nach dem Mauerfall tatsächlich die Illusion einer ewig währenden friedlichen Raveparty.

Es bleibt nicht aus, dass man darüber nachdenkt, wie es früher war, wie es dazu kommen konnte, dass die Lage derzeit so ist, wie sie ist. Ob man sich nicht etwas vormacht, wenn man sich einredet, dass die Zeiten früher besser waren, dass es weniger Ungleichheit gab, dass die Leute gelassener waren. Warum es nur diese vielen Spaltungen gibt.

Ich bin in einer Zeit und in einer Stadt aufgewachsen, in der Herkunft, Hautfarbe oder Religion völlig unerheblich waren. Deswegen blicke ich mit Erstaunen auf diese vielen künstlichen und unerheblichen Konflikte, die ich überhaupt nicht nachvollziehen kann.

Es begab sich also zu der Zeit etwa 1989. Ich war dreizehn Jahre alt. Ich hatte ein paar Jahre im Verein Basketball gespielt, aber zu dem Zeitpunkt spielte ich mit meinem Freund E. im Sommer nur auf Freiplätzen.

Von denen gab es Ende der 1980er, Anfang der 1990er nur wenige, einfach weil Basketball nicht den Verbreitungsgrad von heute hat.

Es gab Basketballkörbe auf Schulhöfen, die aufgrund der geringeren Asiozalitätslevels damals sogar am Wochenende geöffnet waren, so dass man dort Tischtennis, Fußball oder eben Basketball spielen konnte. Ansonsten gab es einen Freiplatz in der amerikanischen Siedlung an der Platenstraße. Noch Anfang der 90er konnte man dort ganz gechillt durchspazieren, und die Leute grüßten freundlich.

Heute leben in den amerikanisierten Nachkriegsmietkasernen die Konsulatsmitarbeiter und noch ein paar Soldaten. Alles ist kameraüberwacht und es gibt hydraulische Autosperren, über die uniformierte Wächter mit Knüppeln wachen.

Der 11. September war nur noch etwa 10 Jahre entfernt. Ein sehr kurzer Zeitraum, aus heutiger Sicht betrachtet. Wir konnten damals gar nichts ermessen.

Unsere vom Taschengeld eisern abgesparten Air Jordans (die heute wieder Style-Ikonen sind) und ein lederner Spalding-Basketball waren die kostbarsten Gegenstände, die wir besaßen. Wer es sich leisten konnte, trug ultra-coole Kleidung von Nike und Converse in den in den 80er-Jahre-typischen neon-grellen Farben.

Die Krönung war es, wenn sie von einem amerikanischen Kumpel aus dem PX mitgebracht worden war, zu dem nur Angehörige der US-Army und ihre Familienmitglieder Zutritt hatten.

Auf den Basketballplätzen traf sich die typische Frankfurter Multikulti-Mischpoke: Türken, Marokkaner, Italiener, Griechen, Jugos, Zigeuner, Filipinos, ein Kambodschaner. In der Platenstraße spielten manchmal ein paar amerikanische Kids mit. Schwarze gab es auch, aber es waren keine afrikanischen Afrikaner, sondern Kinder von Deutschen Frauen und schwarzen GI’s. Sie wurden „Schokos“ genannt, ohne diskriminierende Absicht und ohne dass irgendjemand daran Anstoß nahm. Thomas Hofmann, die eine Hälfte des Rödelheim Hartreim Projekts, war auch manchmal am Start, der von seinem Aussehen her irgendeinen asiatischen Background hat.

Es waren dies die Kinder des multikulturellen Treibguts, das in den verschiedenen Migrationswellen nach Frankfurt getrieben worden war.

Es war keine feste Gruppierung, die immer bei einem bestimmten Platz traf. Es war ein loser Zusammenschluss von Leuten, die mal hier mal da auf den Plätzen auftauchten, Basketball zockten und dann von der Bildfläche verschwanden, bis man sie irgendwann wieder auf einem anderen Platz traf. Man sah immer irgendwelche bekannten Gesichter, aber es wechselte sehr oft.

Dazu kam noch eine ganze Galaxie an unterschiedlichen Kumpels, kein Basketball spielten aber auf dem Platz abhingen und auch manchmal mitspielen wollten, aber nach ein paar peinlichen Fehlwürfen, lieber wieder zurück zu ihren Kumpels am Spielfeldrand gingen.

Wir verbrachten im Sommer die ganzen Wochenendnachmittage auf dem Platz. Wir ahmten Michael Jordans Tick nach, mit heraushängender Zunge zum Korb zu gehen.

Die Zigeuner waren arm und spielten in ihren Jeans und Straßenschuhen, aber wir hatten Respekt vor ihnen, weil sie sich nichts aus unseren spöttischen Sprüchen über ihre uncoole Kleidung machten, sondern auf dem Platz alles gaben.

Manchmal spielten auch ein paar bekiffte Punks mit, die mit ihren Bondagehosen und ihren hochgeschnürten Doc Martens mit Stahlkappe zum Korb gingen.

Wir trugen Iro, Afro oder Buzzcut. Bei mir schwankte es immer zwischen den beiden letzten. Ich ließ so lange wachsen, bis meine Araberhaare einen Pilz über meinem Kopf zu bilden begannen und dann packte ich wieder meinen Moser-Haarschneider aus, um die Wolle herunterzumähen.

Der Punkt war: es war völlig egal, woher du kamst und welche Hautfarbe du hattest.

Unsere Identität war nicht ethnisch oder religiös. Unsere Identität speiste sich daraus, dass wir alle Frankfurter Jungs waren, die gerne Basketball spielten. Das war alles, was uns verband und das reichte aus. Und von diesen temporären Zusammenschlüssen gab es viele: seien es Fußballer, Skater oder Sprayer oder was auch immer.

Es gab einen speziellen frankfurterischen Slang, der sich teilweise aus der Roma-Sprache speiste und heute untergegangen ist, aber noch in manchen typischen Redewendungen überlebt hat, an denen man den Ur-Frankfurter-Bub erkennt: Chavo, Chaya, buk tschi Tschund, Aldä!

Wer mit so einem „Wallah-Akhi-starfullah“-Scheiß gekommen wäre, wäre ausgelacht worden.

Es lief Musik aus dem Ghetto-Blaster, also einfach einem Kassettenrecorder mit zwei großen Boxen und viel Bass. (Meine Kinder wissen überhaupt nicht mehr, was eine Audio-Kassette ist.)

Es lief viel Rap, der damals in den Kinderschuhen steckte. N.W.A oder die Porno-Rapper von 2 Live Crew.

Basketball steht durch die vielen schwarzen Spieler eher der HipHop-Kultur nahe, aber in Frankfurt gab es doch recht viele Basketballer, die nebenher auch noch in der Skaterszene unterwegs waren. Die hörten eher Skater-Punk von Suicidal Tendencies, aber auch von Dead Kennedys oder Bad Brains.

Das waren meine ersten musikalischen Prägungen, als ich mich bewusst für Musik zu interessieren begann und erst der Auftakt zu dem geilen Jahrzehnt der 90er, in welcher nach den eher aalglatt-schmalzigen 80ern neue Musikstile enstanden und mich prägenden Bands, die heute zum Großteil gar nicht mehr existieren: Nirvana, Cypress Hill, Snoop Dogg, Kyuss, Pantera, Outkast, The Pharcyde, Pennywise, Rage against the Machine, Smashing Pumpkins (letztere habe ich als Jugendlicher gern gehört, ihre ersten drei Alben bis „Mellon Collie“ sind geil, auch wenn sie ab Ende der 90er nur noch absoluten Müll produziert haben; ich mochte die melancholischen Texte, die tiefergestimmten Gitarren mit sehr viel Fuzz).

Es macht auf jeden Fall Laune, wenn bei einem netten 5-gegen-5 auf zwei Körbe „Straight Outta Compton“ von N.W.A oder „How I Could Just Kill A Man“ von Cypress Hill oder „Walk“ von Pantera aus den Boxen dröhnt.

Ich konnte mich lange nicht entscheiden, zu welcher Musikrichtung ich eher tendieren sollte, HipHop oder Rock. Erst später hat sich mein Musikgeschmack hin zu Jazz und Elektro weiter verfeinert.

Techno war bei uns überhaupt nicht gut angesehen. Es gab damals noch nicht diese vielen verschiedenen Stile elektronischer Musik (House, Drum n Bass, Garage, Elektro usw.), sondern nur Acid und harten Techno und die Typen, die in Sven Väths Omen abzappelten. Komische Vögel, die orangene Müllmannwesten und weiße Handschuhe und Staubmasken und manchmal sogar einen Staubsauger auf dem Rücken trugen. Auf jeden Fall absolut uncool.

Damals gab es im Frankfurter Westend den einzigen (?) Skatershop, die „Cadillac Ranch“, an dem ein oder zwei (?) Mitglieder der Böhsen Onkelz beteiligt waren. So liefen dort auch die BO. Ich war damals kein großer Fan von denen, aber das hatte seine ganz eigenen Gründe.

Ich war damals voll auf dem Amerika-Kulturtrip. Mich interessierte alles, was aus Amerika kam und hergestellt wurde. Ich hörte den Soldatensender AFN und ahmte den amerikanischen Akzent nach. Deutsche Musik interessierte mich nicht. So dass ich auch die Kontroversen um die rechtsradikalen Ursprünge der Band nicht mitbekam und mir auch völlig am Arsch vorbeiging. Der Sänger Kevin Russell lebte, was ich erst viel später erfahren habe, gar nicht weit weg von der Wohnung meiner Eltern in der Weberstr. 28, wo anscheinend die wildesten Partys liefen.

Daran kann man sehen, wie sich das Nordend verwandelt hat. Man kann sich nicht vorstellen, dass so ein Typ wie Kevin Russell in dieser völlig verbonzten Wohngegend eine Wohnung hat und dort Partys und Exzesse feiert.

Heute leben dort nur noch Investmentbanker und Anwälte und ihre Frauen kurven entnervt durch die engen Straßen auf der Suche nach einem der raren, von den scheiß Grünen immer weiter verknappten Parkplätze für ihren Porsche Cayenne.

Der Ton auf dem Platz war rauh und geprägt von Gegröle, großmäuligen Angebereien und dreckigen Witzen: „Warum haben Frauen Titten? Damit mit man was zum Gucken hat, wenn man mit ihnen redet.“ (hö hö).

„Ey Django, eh. Alfredo, zieh mal deine Hose runter, du machst hier alle horny!“

Wir spielten HORSE und unweigerlich ging jedesmal, wenn einer bei der zweiten Aktion verkackte, das Gegröle los: Ahahahaha, der Tom ist die Ho. Du bist die Ho, haha!

Die Atmosphäre halt, wenn man sich als 14-15 Jähriger in einer größeren Jungsgruppe durchsetzen muss. Und du musstest dich durchsetzen, denn Jungs in dem Alter, in dem der Testosteron-Turbo gerade erst anläuft, provozieren gerne.

Auch wenn es nicht rassistisch gemeint war, war natürlich die Herkunft Zielscheibe für Spott (Spaghettifresser, Habback, Chink). Ich weiß nicht, wie oft ich als Halb-Franzose mir „Frosch“ oder „Froschschenkelfresser“ anhören musste.

Aber auch das Aussehen wurde kommentiert: dünne Beine, fehlende Brustbehaarung oder auch eine geringe Körpergröße, die doch sicher auch ein untrügliches Indiz für einen kleinen Pimmel war.

Ich habe aber bei diesen Diss-Battles auch ein paar Mal erlebt, wie die feine Grenze zwischen Witz und Ernst überschritten wurde und es zu Schlägereien kam.

Ich war weder ein besonders guter Basketballspieler noch, besonders groß, noch besonders stark, noch besonders schlagfertig. Ich war sogar eher still und schüchtern und trotzdem habe ich mich nicht klein gemacht. Ich war, ähnlich wie heute, ein Beobachter und Chronist, ohne es damals zu wissen.

Irgendwann kam jeder mal – durch die Mechanismen einer unvorhersehbaren Gruppendynamik – an die Reihe. Und es wäre gelogen, wenn ich behaupten würde, dass es angenehm war, wenn man selbst zur Zielscheibe auserkoren wurde.

Aber du wärst vollkommen unten durch gewesen, wenn du tatsächlich angefangen hättest, deswegen herumzuheulen. Du hättest dich auf keinem Basketballplatz in Frankfurt mehr blicken lassen können.

Hier lernten Jungs ohne Anleitung das Basiswissen des Mannseins. Den Stoizismus. Cool bleiben, sich nicht provozieren lassen und die richtigen Könner, die Respekt genossen, waren schlagfertig und konnten was Witziges erwidern.

Heute würden diese Weicheier sofort zum Antidiskriminierungsbeauftragten rennen. News-Flash, Leopold-Maximilian: auf dem Basketballplatz bist du auf dich allein gestellt und jeder dort beobachtet dich, ob du cool oder schwul reagierst.

Liegt es daran, dass Jungen heute ohne richtige Vaterfiguren aufwachsen und nicht mehr diesen wichtigen Ritualen ausgesetzt werden und sie stattdessen zum Cello-Unterricht und zum Debattierclub geschickt werden? Junge, ein Nachmittag auf dem Basketballplatz ersetzt ein halbes Jahr Debattierclub und ein Semester Kulturanthropologie.

Ich für meinen Teil habe in der Zeit so viele politisch unkorrekte Witze gehört, dass ich nicht gleich in Ohnmacht falle, wenn ich einen Schwulen- oder Negerwitz höre.

Was mir aktuell auffällt, zumindest scheint es mir so, dass es heute eher „weibische“ Konfliktlösungsmechanismen gibt: junge Menschen lösen Konflikte (oder glauben sie zu lösen), indem sie hintenrum Gerüchte verbreiten, anstatt die Sache von Angesicht zu Angesicht zu klären. Meiner Meinung nach liegt vieles an den sozialen Medien, dass sich die Leute, insbesondere die jüngeren, daran gewöhnt haben, anonym und straflos pöbeln zu können, ohne fürchten zu müssen, dafür eine aufs Maul zu bekommen.

Irgendwann habe ich das Basketballspielen aufgegeben und mit Karate angefangen und seitdem nur noch Kampfsport betrieben.

Die großmäuligen Asis treffen sich heute bei MMA und Muay Thai. Heute trainiere ich im Gym mit allem, was Frankfurt an Asis zu bieten hat: Hells Angels, Türsteher, Zuhälter aus dem Bahnhofsviertel, Eintracht Frankfurt-Ultras.

Es gibt aber auch Bullen und sogar einen Staatsanwalt. Ein Bulle, von dem ich weiß, dass er einer BFE angehört, trainiert mit einem Vogel, der sichtbar unter der kurzen Muay-Thai Shorts ein 1312-Tattoo auf dem Oberschenkel hat und auf dem anderen das Hooligan-H in Frakturschrift. Ein anderer trägt die Initialen der Brigade Nassau hinten in der rechten Kniekehle. Wieder ein anderer trägt auf dem linken Brustseite ein sehr schön gestochenes Tattoo vom Gesicht von „Alex“ aus Clockwork Orange.

Sporadisch dabei, aber schon lange nicht mehr gesehen, der völlig gestörte Goscha. Vielleicht lässt er es auch ruhiger angehen. Wie man hört, ist er jetzt Vater geworden und studiert Jura. Vielleicht sieht man sich bald mal bei einem Termin vor Gericht. Wie schräg wäre das! Er hat sich ja in seinem Leben so oft und so hart geprügelt.

Hier ein wirklich interessantes Interview mit Pollux. Angenehm, weil ohne moralisierenden oder wertenden Unterton.

Auf seinem IG-Account konnte man zuletzt sehen, dass er irgendwelchen kranken Bareknuckle-Fight teilnimmt. Trotz der Vermummungen erkenne ich mindestens ein Mitglied aus unserem Gym im Publikum. Kaum zu glauben, aber das Video ist tatsächlich auf Youtube abrufbar.

ACHTUNG BRUTAL ACHTUNG BRUTAL ACHTUNG BRUTAL ACHTUNG BRUTAL

So plätschert die Zeit dahin. Coach @angelo.wolf.sposato, der neben seinem Trainerdasein Ambitionen als DJ hegt, legt beim Training immer nicen House oder Elektro auf.  Ich hasse Frankfurt, aber bei solchen Gelegenheiten ist es schön.

So, das war es. Opa hat vom Gipskrieg erzählt. Die Geschichte ich zu Ende.

Disclaimer: Wenn ich schwul sage, dann kann ich verstehen, dass manche Leute sich davon vielleicht beleidigt fühlen, aber es ist so wie es ist. Wie ich oben bereits erläutert habe, ist es für mich nicht als Beleidigung gemeint. Das ist die Straßensprache durch die ich, meiner klassischen Bildung zum Trotz, sozialisiert worden bin und ein wenig davon ist noch in meiner Persönlichkeit vorhanden.

Klar ist auf jeden Fall, dass ich niemals jemanden nach seiner Hautfarbe oder nach seiner sexuellen Orientierung beurteilen werde. Wie gesagt, ich stamme aus einer Generation, in der Hautfarbe oder Herkunft nicht die geringste Rolle spielen.

Es ist allerdings wahr, dass jemand, der sich damals als schwul geoutet hätte, wahrscheinlich üblen Spott hätte erdulden müssen. Die Gesellschaft hat diesbezüglich Fortschritte gemacht, ich denke aber, dass das in einem ähnlichen Setting auch heute noch nicht ganz selbstverständlich ist.

Mir ist die sexuelle Orientierung jedenfalls komplett egal. Ich glaube, dass ich da durchaus für meine Generationsgenossen der Generation-X sprechen kann.

Du bist okay, so wie du bist. Egal ob du schwarz, gelb, lila, schwul oder hetero bist. Geh mir damit nur nicht übertrieben auf die Nerven und vor allem verlange dafür keine Privilegien und alles ist gut.

Meine Devise ziehe ich aus dem Lied „Join The Army“ der bereits erwähnten Suicidal Tendencies.

Well I don´t care ´bout the clothes you wear
It´s the size of your heart, not the length of your hair
Don´t make no difference to me, the color that you be
Black, white or brown, it´s all the same to me

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5 Responses to Der Basketballplatz als Wille und Vorstellung

  1. Ich erinnere mich. Das Besondere an Frankfurt war damals, dass sich alles mischte und jeder mit jedem redete. Ich fand das normal und habe erst nach dem Abi, als ich aus Frankfurt wegging, gesehen, dass es nicht überall so ist. Trotz allem Unschönen, was es halt auch gab, hatte es fast etwas von einer Insel der Seligen, aber vielleicht verkläre ich das auch nur im Rückblick. Wie es heute ist, weiß ich nicht, ich bin nie wirklich zurückgekehrt, nur ab und zu für ein paar Tage oder Stunden.

    • Es ist sehr wahrscheinlich Verklärung dabei.
      Soweit ich das heute beurteilen kann, ist es heute auch noch relativ gemischt. Aber das betrifft eine immer weiter schrumpfende Schicht von urbanen, gebildeten Kids. An vielen anderen Stellen bemerke ich eine Abgrenzung von Milieus (vor allem politische und religiöse), die es früher definitiv so nicht gab. Was ich wirklich schade finde.

      BTW: was macht die Serie „Usher“ auf Netflix?

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