Ibrahim, der Lügner

„Der Brandfleck in ihrer Bluse stammte von ihrem letzten, ihrem wirklich allerletzten Treffen mit dem graumelierten Genossen. Der war wie in sich zusammengefallen und erloschen. Die Schultern hingen, der Blick war stumpf, die Stimme leise, die Sprache schleppend. Er zitterte. Er schlurfte. Vor vier Wochen war er schon nicht mehr der seriöse Herr. Da flackerten seine Augen wild, die Stimme bebte, er war fahrig und unkonzentriert. Jetzt war es ganz vorbei. Es hatte was von einer Supernova: Aus einem roten Riesen wurde ein weißer Zwerg.

Ein Wrack trieb durch Berlin. Ein Geisterschiff.

Der Mann hatte nichts mehr von einem distinguierten Herren. Er war ein Rentner, der verwahrloste. Der Verfall war noch weiter fortgeschritten seit der letzten Begegnung in seinem Büro Anfang Dezember, als Gisela Blank ihre Akte eigenhändig, Blatt für Blatt, verbrannte. Jetzt war er in Hauslatschen unterwegs und in einer braungestreiften Schlafanzughose. Am Handgelenk baumelte leer ein bunt ornamentierter Stoffbeutel. Er ging langsam, stoisch, mit kleinen wackligen Schritten. Sein Gesicht war von einer ausdrucklosen, allumspannenden Härte, und sein stierer Blick erschreckte die Passanten und ließ sie ausweichen.“

 

Thomas Brussig, Wie es leuchtet.

 

Er war der politische Shootingstar der Nachwende. Die Geheimwaffe der SPD, mit der sie den Osten dem übermächtigen Einheitskanzler Helmut Kohl entwinden wollte. Ein energischer, eloquenter, schlagfertiger Rhetoriker mit blitzenden Augen, Lafontaines Protégé.

Ibrahim Böhme. Eine fast vergessene Gestalt aus der turbulenten Nachwendezeit, in der Nobodys wie Kometen aufsteigen und auch gleich ebenso schnell verglühen konnten. Ibrahim. Der Mann mit dem eigentümlichen, in der DDR überhaupt nicht geläufigen Namen und der heute nur noch eine vage Erinnerung hervorruft. Ibrahim, der eigentlich Manfred Otto hieß.

Der Spiegel widmete ihm ein freundliches, wohlgesonnenes Portrait. Dabei hat es Ibrahim Böhme sogar fertiggebracht, den Reporter des Magazins einzuseifen, das doch so stolz auf seine grandiosen Enthüllungs- und Recherchefähigkeiten ist. Historiker, Theaterwissenschaftler und Dramaturg sei er. Daran stimmt nur, dass er gerne Geschichte mochte und noch viel lieber den Leuten etwas vorspielte, sonst stimmte rein gar nichts. Was der Reporter zu dem Zeitpunkt auch nicht wusste, war, dass Ibrahim Böhme ein Stasi-Spitzel war.

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Am 25. Februar 1990 hat Ibrahim Böhme es geschafft. Er ist zum Vorsitzenden der Ost-SPD gewählt worden. Er ist Spitzenkandidat seiner Partei für die Volkskammerwahlen. Er kann sich Hoffnungen auf den Einzug in den Bundesvorstand machen. Eine steile Karriere für den gelernten Maurer und Aushilfslehrer mit den großen Ambitionen. Doch unangenehme Hintergrundgeräusche stören die Euphorie. Hässliche Spitzelgerüchte umschwirren das Polittalent und werden immer vernehmlicher.

Es ist zunächst sein ehemaliger Führungsoffizier Berthold Freese, der die Informationen an den Spiegel durchsticht. Verbittert muss dieser zusehen, wie sein ehemaliger devoter Zuträger nach seiner Blitzkarriere auf der politischen Bühne den großen Zampano gibt, während unter den Angehörigen der Staatssicherheit die Angst vor Lynchjustiz grassiert.

Doch der wortgewandte Böhme kann diese Angriffe leicht und überzeugend als Rache- und Verleumdungsaktion des untergegangenen Repressionsapparats parieren.

Doch die Gerüchte bleiben hartnäckig, werden dichter und drängender. Vor der ersten Gesamtdeutschen Bundestagswahl werden seine Parteigenossen unruhig.

Böhme sieht sich bemüßigt, im Spiegel eine Gegendarstellung abzugeben:

„Ich bin zu keiner Zeit und an keinem Ort, weder mit noch ohne Decknamen, als Mitarbeiter der Stasi tätig gewesen und habe auch nicht mit Stasi-Führungsoffizieren zusammengearbeitet“

Seine Parteifreunde glauben ihm. Wollen ihm glauben. Zu sehr würde sie der Verlust ihres charismatischen Zugpferds schmerzen.

Doch dann kommt der Augenblick, an dem ein Abstreiten nicht mehr möglich ist. Der Dichter Reiner Kunze, ein wichtiger Kopf der Opposition und 1977 aus der DDR geekelt, hatte seine Stasi-Akte gefunden. In wenigen Wochen stellt er in akribischer Arbeit aus Zitaten und Auszügen seiner Akten den schmalen Band „Deckname Lyrik“ zusammen, eine Dokumentation seiner Überwachung und Zermürbung durch die Stasi. Ein Dokument der menschlichen Verkommenheit, Würdelosigkeit und Niedertracht. Einer der eifrigsten und schäbigsten Denunzianten ist Ibrahim Böhme alias „IM August Drempker“ alias „IM Paul Bonkarz“.

Die Tatsache seiner Tätigkeit für die Staatssicherheit kann nun nicht mehr geleugnet werden, doch paradoxerweise ist es genau das, was Ibrahim Böhme tut. Als man ihm seine wörtlichen Spitzelberichte vorhält und nachweist, dass keine andrere Person Interna aus einem bestimmten Gespräch an die Stasi weitergetragen haben kann, antwortete er: „Das interessiert mich nicht. Ich kann nur sagen, dass ich damit nichts zu tun habe.“

Angesichts der erdrückenden Beweislast, wird er zum Rücktritt gedrängt. Für kurze Zeit ist er Polizeibeauftragter des Ostberliner Magistrats, dann verschwindet er von der Bildfläche. Er verbarrikadiert sich in seiner Einraumwohnung in der Chodowieckistr. 41 in Prenzlauer Berg und lässt nur noch wenige Menschen an sich heran.

Eine der wenigen Personen, die er vorlässt ist die damalige Stern-Journalistin Birgit Lahann.

Der Mann, der in der einst von ihm so geschätzten Öffentlichkeit nicht mehr auftrat, sprach eitel und gespreizt. Erst später begriff Lahann, dass sie für ihn wie ein Führungsoffizier war: Wenn das Tonband lief, sprach er. Allerdings war sein verschobener Realitätssinn für sie gewöhnungsbedürftig. Als ihm ein Tonband vorgespielt wurde, auf dem er bei der Berichterstattung an seinen Führungsoffizier zu hören ist, antwortet er: „Das ist meine Stimme, aber ich habe das nicht gesagt.“

Über einen Zeitraum von mehreren Monaten spricht sie mit dem aparten, intelligenten und charismatischen Selbstdarsteller. Sie versucht zu ergründen, warum er seine engsten Freunde verraten hat, wie er dieses jahrzehntelange Doppelleben durchhalten konnte und wie er das mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Doch der pathologische Mythomane weicht einer Antwort wortreich aus. Er belügt die Reporterin, so wie er jeden Menschen in seiner Umgebung gewohnheitsmäßig belogen hat.

Schon um sein Geburtsjahr und seinen Geburtsort macht er ein Geheimnis. Er sei „um 1944“ geboren, genau wisse er es nicht. Zur Welt gekommen sei er in Mexiko als Kind eines jüdischen Rechtsanwalts und Emigranten. Später ändert er die Version. Nur seine Mutter sei Jüdin gewesen. Geboren sei er in Frankreich.

In Wahrheit wurde er 1944 in dem kleinen Ort Dürrenberg bei Leipzig geboren. Sein Vater schob das Kind schon früh in Heime und zu Pflegeeltern ab. Statt seiner Eltern werden Erzieher und Lehrer seine Bezugspersonen. Schon in früher Jugend wurde er ein gläubiger Sozialist. Der Staat und die Partei wurden seine Ersatzfamilie. Christiane Baumann, die seinen Lebensweg rekonstruiert hat, folgert, dass eine „gleichsam ideologische Geborgenheit den Mangel an familiärem Rückhalt ersetzte“.

Der Journalistin Birgit Lahann gestand er, dass er ein großartiger Revolutionär sein wollte. Er wollte hart, kalt und zynisch sein, sich keine Schwäche erlauben. Andererseits pflegte und kümmerte er sich rührend um ein krebskrankes Kind. Obwohl er der abgebrühte und hartgesottene Revolutionär sein wollte, erinnern seine Weggefährten als hervorstechende Charaktereigenschaft seine Hilfsbereitschaft und seine fast schon devote Freundlichkeit.

Es gehört zu den zahlreichen Widersprüchen seiner außergewöhnlichen Persönlichkeit, dass er zwar gläubiger Sozialist war, aber dennoch nicht in allen Punkten einverstanden war, wie die SED-Machtclique das Land führte. Manchmal eckte er an, wurde schriftlich gerügt, wurde entlassen. Er kritisierte in Parteiversammlungen die Politik und forderte Änderungen, protestierte gegen den Einmarsch in Prag. Dabei trug er aber stets das SED-Parteiabzeichen und eine Leninnadel am Revers seines Anzugs.

Seine wichtigsten und ständigen Bezugspersonen waren in all den Jahren jedoch seine wechselnden Führungsoffiziere.

Vielleicht als Akt der Selbstrechtfertigung erzählte er später in seinen Zwiegesprächen mit der Journalistin Birgit Lahann, dass er die Palastrevolution, also eine Revolution aus dem Inneren des Machtapparats, wollte. Er wollte die DDR-Diktatur von innen bekämpfen und war dadurch gezwungen mit der Staatssicherheit zu paktieren und ihnen Informationen zu liefern. Sagte er. Vielleicht hat er das sogar selbst geglaubt.

Dem steht seine eigene in den Akten festgehaltene Erklärung entgegen: „Ich habe mehrfach betont, und ich stehe auch heute noch dazu, dass ich im Ministerium für Staatssicherheit die Kraft sehe, die vor allem diesen Staat, der meine volle Sympathie und Verbundenheit besitzt, erhalten hat in zahlreichen gefährlichen Situationen.“

Wie ist es diesem eigenartigen, ambivalenten Chamäleon gelungen, eine solche Faszination auf andere ausüben auszuüben? Wie konnte Böhme ihr Vertrauen erwerben?

Alle Weggefährten bestätigen, dass er zwar undurchsichtig und irgendwie dubios wirkte und auch seine devote Freundlichkeit fand nicht bei überall Anklang. Und doch stand er immer im Mittelpunkt. Die Leute hatten ihn gern um sich, weil er anders war, „exotisch“, nicht alltäglich, interessant. Er war ein Paradiesvogel, der Puschkin zitierte und Dostojewskis Romanfiguren liebte. Er schrieb Gedichte, schlug im Gespräch weite Bögen von der Weltgeschichte zu aktuellen Ereignissen. Der ehemalige Bürgerrechtler und spätere sächsischer Umweltminister Arnold Vaatz erinnert sich: „Er hatte was Exotisches, der Böhme, war nicht wie die Parteischachteln, war politisch, philosophisch und literarisch interessiert und gebildet. Er war ein idealer Gesprächspartner, brachte mich auf neue Gedanken, regte an, stellte mich seinen Freunden vor, ja, das hat mir Eindruck gemacht.“

Doch was seine Freunde nicht wussten: seine Spitzelberichte enthüllen eine vollkommen andere Persönlichkeit: boshaft, verschlagen, dienstbeflissen, unterwürfig und kriecherisch. Fast scheint es, als wären es zwei Persönlichkeiten wie Jekyll und Mr. Hyde, die in seinem Inneren miteinander ringen oder besser: vollkommen unabhängig voneinander bestehen.

Warum dieses ständige pathologische Lügen? Christiane Baumann fällt bei Durchsicht der über ihn erhaltenen Akten als hervorstechende Charaktereigenschaft „sein spielerischer Umgang mit einer auch ins Täuschende und Kriminelle gehenden Intelligenz“ auf.

Möglicherweise war Böhme einfach nur eine emblematische Erscheinung, die als extremes Beispiel für die vielen menschlichen Charaktere steht, die eine Diktatur deformiert hat und die die Ausprägung einer pathologische Mythomanie, der gewohnheitsmäßigen Lüge, der Persönlichkeitsabspaltung, der Schizophrenie begünstigt.

Die Frage drängt sich auf: Ist es die Diktatur, die Menschen zu solchen persönlichkeitsgespaltene Soziopathen. werden lässt oder zieht die Diktatur von Natur aus Psychopathen an, die sich erst unter den Bedingungen der Diktatur wie in einem perfekten Biotop entfalten und gedeihen können?

Ein MfS-Psychiater, der Böhme begutachtet, attestiert ihm eine „Unfähigkeit, tragfähige, gefühlsmäßige Bindungen zu anderen Menschen zu entwickeln.“

Genau dieses Charakterbild machte ihn zu einem perfekten Werkzeug der Diktatur. Vielleicht bietet diese Charakteranalyse auch eine Erklärung dafür, warum solche Personen in Diktaturen immer besonders steile Karrieren machen.

Andererseits war er in dem Diktatursystem der DDR ohne die Stasi nichts. Statt einer Bezugsperson oder einer Familie hatte er den Geheimdienst und seine Führungsoffiziere, die ihm Aufmerksamkeit, Beachtung und eine Art von perverser Zuwendung gaben, während sie ihn ausnutzten und insgeheim vermutlich verachteten.

Die Journalistin Birgit Lahann hielt ihm vor: „Aber Ihre Wirklichkeit wurde von der Schizophrenie eines Staates bestimmt. Und der Staat ist Ihnen alles. Der Marxismus alles. So war es Ihnen beigebracht worden. Gewollt vom Staat, bezahlt vom Staat, sanktioniert vom Staat. Sie waren ein lebendiges Werkzeug Ihres Staates.“

Böhme hatte immer einen sehr hohen Anspruch an sich selbst und ein unrealistisch großartiges Selbstbild, doch in der Realität lebte er in der kleinen Welt der miesen Schnüffelschweine und der untertänigen Zuträger.

Dann kam die Wende.

Der Zusammenbruch der DDR muss Ibrahim Böhme wie eine Fügung des Schicksals vorkommen. Endlich kann er die Lüge und das schizophrene Leben hinter sich lassen

Er ist einer der Mitgründer der Ost-SPD, deren Gründung er im Auftrag der Stasi noch verhindern sollte und deren übrige Teilnehmer er noch kurz zuvor ausgehorcht und bespitzelt hat.

Im Nachwendechaos ergreift er die unverhoffte Gelegenheit, ein neues Leben zu beginnen. Er hat seine Vergangenheit ganz einfach wie eine Haut abgestreift, er kann wieder von vorne anfangen. . In dem Chaos kurz nach dem Mauerfall legt er eine rasende Karriere in der SPD hin. Er kann sein Talent zur Selbstdarstellung voll ausleben. Er schafft es sogar, seiner Umgebung zu verkaufen, er sei ein Bürgerrechtler und Oppositioneller gewesen. Niemand kennt ihn. Vorerst nicht. Ibrahim Böhme ist innerhalb kürzester Zeit ganz oben angekommen.

Auf einem Bild sieht man ihn zwischen Egon Bahr und Willy Brand sitzen und entrückt in die Ferne blicken.

Böhme Brand Bahr

Er treibt die Dreistigkeit sogar soweit, am 15. Januar 1990 mit dem Bürgerkomitee zu verhandeln, das die Stasizentrale in der Normannenstraße stürmen und die Stasi-Akten sicherstellen will. Auf einer gespenstischen Aufnahme sieht man ihn fast verdeckt von Hans Modrows Schulter auf einem Wagen stehen. Vor ihm das Schild eines Demonstranten mit der Aufschrift: „Nennt die Namen der Spitzel“.

Berlin, Demonstration gegen MfS, Modrow spricht

Wollte Böhme vielleicht in allerletzter Sekunde ein Eindringen der Bürgerrechtler unterbinden und seine Enttarnung verhindern?

Doch die Wahrheit kam dennoch ans Tageslicht.

Nach seinem Absturz bleibt er vielen Freunden und Weggefährten ein Rätsel; niemand hat ihn wirklich gekannt. Sie bleiben ratlos zurück. Das überraschendste ist, dass ihm fast alle Freunde vergeben. Es herrscht kein Gefühl der Vergeltung vor. Sie wollen mit ihm sprechen, verstehen, warum er sie verraten hat. Seine eigenen Opfer empfinden viel Milde für ihn, vielleicht sogar Verständnis, dass er unter den gegebenen Umständen schwach wurde.

Doch Ibrahim Böhme schweigt. Niemandem gibt er eine Erklärung, bei niemandem entschuldigt er sich.

Am Ende lebte er zurückgezogen, krank und abgemagert in seiner abgedunkelten Wohnung in der Chodowieckistr. 41.Er ließ sich Haare und Bart wachsen und ähnelte immer mehr einem greisenhaften Jesus, was seine Schwäche für melodramatische Auftritte unterstreichen sollte.

Seine Freunde, mit denen er so viel Zeit verbracht und die er bei oppositionellen Aktionen unterstützt hat, fragen sich, ob er ihnen wirklich die ganze Zeit nur etwas vorgespielt hat.

Seine Weggefährtin Marianne Birthler, die ehemalige Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, glaubt: „Er war ein zerissener Mensch. Und seine Zerrissenheit ging nicht auf das Konto der Stasi. Ich glaube, dass er auch identifiziert mit uns war.“

Ein anderer Weggefährte, Harald Seidel, urteilt kritischer: „Er spielte den genialen Juden, er spielte mit dem Staat, mit der Partei, mit jungen Leuten aus der Gosse, und wenn er genug hatte, ließ er sie stehen. Er spielte uns den Freund vor und spielte mit uns Freunden, und wenn wir ihm zu nahe kamen – Schnitt. Geliebt, sagt Seidel, hat er wohl nur sich selbst.“

Böhme wollte immer der Beste, Klügste und Bestinformierte sein. In Wahrheit war er aber nur ein Blender, der über seine Kenntnisse und Fähigkeiten täuschte. Ein pathologischer Lügner, der zwanghaft übertrieb und sein Leben ausschmückte – vielleicht weil die Realität zu erbärmlich war.

Möglicherweise hat er das Kunststück vollbracht, mit seiner fragmentierten, schwach ausgebildeten Identität und den antrainierten Eigenschaften (Verdrängung, Lüge, Abspaltung, Schizophrenie) beide Rollen – den Dissidenten und den Denunzianten – mit derselben Überzeugung sich selbst vorzuspielen.

Vielleicht ist die Erklärung aber auch verblüffend einfach, nämlich so wie es der MfS-Psychiater ausdrückt: „Psychopathen wie Böhme bleiben immer Psychopathen.“

 

Anmerkung: Die zitierten Textstellen stammen, sofern sie nicht den verlinkten „Spiegel“-Artikeln entnommen wurden, aus den Büchern „Genosse Judas. Die zwei Leben des Ibrahim Böhme“ von Birgit Lahann und „Manfred „Ibrahim“ Böhme. Ein rekonstruierter Lebenslauf“ von Christiane Baumann.

 

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