Zugriff in Dantes Inferno

 

Am Freitag, dem 13. November 2015, haben drei Terrorkommandos zeitgleiche Angriffe auf verschiedene Ziele in und um Paris unternommen.

Gegen 21:20 Uhr sprengen sich zwei Selbstmordattentäter vor dem Stade de France in Saint-Denis in die Luft. Ein weiteres Kommando beschießt mit Kalaschnikows Gäste und Nachtschwärmer, die sich an diesem milden Novemberabend vor Bars und Cafés in den X. und XI. Arrondissements von Paris niedergelassen haben.

Ein drittes Kommando fährt gegen 21:40 Uhr in einem schwarzen VW Polo, der in Belgien gemietet worden war, vor dem Konzertsaal „Bataclan“ vor. Drei Terroristen stürmen das Tanzlokal, in welchem die Rockband Eagles of Death Metal gerade ein Konzert spielt. Die drei Terroristen schießen in die Menschenmenge und töten dutzende Konzertgänger.
Zwei Zivilbeamte der BAC (Brigade anti-criminalité), die an sich auf dem Weg zu den Explosionen am Stade de France waren, sind gegen 22:00 Uhr die ersten Polizisten am Ort des Geschehens. Die Tanzfläche bietet ein alptraumartiges Bild. Tote liegen in ihrem Blut und Exkrementen. Verletzte versuchen sich unter Leichen zu verstecken.

Der Saal ist von den Bühnenscheinwerfern erhellt, die in Richtung des Haupteingangs gerichtet sind. Etwa 20 m entfernt auf der linken Seite der Bühne erblicken die beiden Beamten einen Terroristen, es ist Samy Amimour. Sie geben fünf oder sechs Schüsse auf ihn ab. Er gibt ein Röcheln von sich und fällt von der Bühne. Danach gibt es eine starke Explosion. Vermutlich hat der Attentäter sterbend seine Sprengstoffweste gezündet. Der Kopf und ein Bein des Terroristen werden von der Explosion auf die Bühne geschleudert. Die beiden anderen Terroristen feuern vom Balkon im ersten Stock auf die Polizisten, so dass sie sich wieder zurückziehen müssen.

Etwa fünfzehn Minuten später, um 22:15 Uhr, erscheinen die Spezialeinheit RAID sowie ein Zug der BRI (Brigade de recherche et d’intervention), einer Zugriffseinheit der französischen Kriminalpolizei, um die Attentäter zu neutralisieren und die Geiseln zu befreien. Während das RAID die Tanzfläche sichert, rücken zwei Züge der BRI über die Empore in das Obergeschoss vor, wo sich die Terroristen mit Geiseln verschanzt haben. Es vergeht eine sehr lange Zeit, bis um 00:20 Uhr schließlich der Zugriff erfolgt und beide Attentäter durch das Auslösen ihrer Sprengstoffwesten getötet werden.

Nach einigen Tagen kommen nunmehr auch die Beamten zu Wort, die an dem Einsatz beteiligt waren. Der Chef der BRI, Christophe Molmy, der den Zugriff geleitet hat, war gestern Gast beim Fernsehsender iTélé, wo er seine Eindrücke schildert und Details des Einsatzes preisgibt.

 

Er ist kein Draufgänger oder Bluthund, wie man sich vielleicht den Leiter einer solchen Sondereinheit vorstellt, sondern ein ruhiger und besonnener Mann, der mit bemerkenswerter Gelassenheit und Gemütsruhe vorträgt.

Ein packendes und interessantes Zeitdokument. Hier ist das Transkript des Interviews:

 

Frage: Sprechen wir vom Bataclan. Der Terrorangriff begann um 21:45 Uhr?

Christophe Molmy: Ja.

Frage: Der Zugriff fand um 00:20 Uhr statt?

Christophe Molmy: Ja.

Frage: Wann wurden sie über diese Angelegenheit informiert. Zu welchem Zeitpunkt sammelten Sie ihre Männer für den Einsatz? Wie gingen die Einsatzvorbereitungen und die Einteilung Ihrer Kräfte vor Ort vonstatten?

Christophe Molmy: Wir haben einen Einsatzplan in zwei verschiedenen Phasen. Wir haben eine Einheit für schwere Einsätze, die innerhalb von einer halben Stunde einsatzbereit ist und wir haben eine Einheit für Soforteinsätze, die ihre Ausrüstung immer mit sich führt und unmittelbar nach Meldung einer Gefahrenlage zum Einsatzort aufbrechen kann. Letztere kam letzten Freitag zum Einsatz. Wir hatten gerade zu Abend gegessen und haben davon im Prinzip aus den Medien erfahren. Es war die Rede von Explosionen in Saint-Denis. Wir haben zunächst einmal abgewartet, denn es konnte sich zu diesem Zeitpunkt auch um einen Unfall handeln. Erst als wir von Schießereien in Paris gehört haben, wußten wir, dass es etwas Ernstes ist. Wir sind dann sofort ausgerückt.

Frage: Sie haben nicht den Einsatzbefehl abgewartet?

Christophe Molmy: Es gab keinen Befehl. Das war wie bei der Geiselnahme an der Porte de Vincennes. Da sind wir auch von Amts wegen sofort zum Einsatzort aufgebrochen und waren 12 Minuten nach der Geiselnahme von Coulibaly vor Ort. Wir sind zuerst in Richtung Rue de Charonne gefahren, denn die Informationen erreichten uns zu diesem Zeitpunkt nur sehr bruchstückhaft und wurden dann zum Bataclan umgeleitet, wo wir um 22:15 Uhr ankamen. Dort haben wir die vorhandenen Polizeikräfte abgelöst. Man muss den außergewöhnlichen Mut, dieser Beamten hervorheben, denn sie waren die ersten, die in das Bataclan eingedrungen sind und das Massaker im Prinzip beendet haben.

Frage: Bitte erklären Sie diesen Punkt näher.

Christophe Molmy: Um 22:00 Uhr kamen Beamte der DSPAP (AdÜ: DSPAP = Direction de la sécurité de proximité de l’agglomération parisienne, Pariser Schutzpolizei; hier irrt Molmy offensichtlich, denn nach aktuellen Erkenntnissen waren es zwei Zivilbeamte der BAC) zum Tatort, betraten das Bataclan und griffen als erste die Terroristen an. Dies hat das Morden beendet. In einer solchen Situation muss man zunächst verstehen, dass man es mit Terroristen zu tun hat, die vollkommen anders sind, als Attentäter früherer Jahrzehnte. Heute sehen wir uns Terroristen gegenüber, die extrem entschlossen sind und Massenmorde begehen wollen. Sie töten, dann verschanzen sie sich und wollen als Märtyrer sterben. Sie wollen nicht über die Geiseln verhandeln.

Frage: Viele Zeugen und Überlebende des Bataclan haben berichtet, dass die Terroristen auf die Menschen schossen, ihre Waffen nachluden und dann weiterschossen. Das hätte also noch eine ganze Weile weitergehen können.

Christophe Molmy: Ich muss klarstellen, dass das in den ersten Minuten des Angriffs war. Danach kamen unsere Kollegen und töteten einen der Attentäter, der anschließend explodierte. Danach kamen wir um 22.15 Uhr und da wurde kein einziger Schuss von den Terroristen abgefeuert. Das war sogar sehr beeindruckend, denn es gab überhaupt kein Geräusch, keine Schreie oder Klagen der Verletzten. Auf der Tanzfläche lagen Tote, aber auch Verletzte und Unverletzte, die derart geschockt waren, dass sie sich nicht bewegten oder wagten, ein Geräusch von sich zu geben. Man muss sich also klarmachen, dass man an solche Situationen mit größter Umsicht herangehen muss, denn jede Person, die aufsteht und Ihnen entgegenkommt, kann ein Terrorist sein. Diese Zweifel muss man erst einmal ausräumen. Wir haben Hunde, die Sprengstoff aufspüren können. Wir müssen sicherstellen, dass sie keinen Sprengstoffgürtel tragen, wir müssen sie anschließend hinausbringen. In der ersten Viertelstunde haben wir also zunächst das Erdgeschoss gesichert, haben die Unverletzten nach draußen geleitet und begonnen die Verletzten zu evakuieren.

Frage: Und die Terroristen waren zu diesem Zeitpunkt oben, in der ersten Etage, oder in anderen Räumen?

Christophe Molmy: Wir haben sie schließlich dort entdeckt, wo sie sich gleich nachdem unsere Kollegen einen von ihnen erschossen hatten, hinter einer Tür mit ungefähr zwanzig Geiseln verschanzt hatten. Wir haben also die Verletzten abtransportiert, als um 22:30 Uhr Verstärkung durch einen weiteren Zug mit 15 Mann von der BRI eintraf. Wir waren also nun 30 Mann. Wir sind dann in zwei Zügen über die beiden Treppen in das obere Stockwerk vorgerückt. Das hat sehr lange gedauert, denn jedes Mal, wenn wir eine Tür oder eine Kammer geöffnet haben oder um die Ecke gebogen sind, kamen uns Trauben von schockierten Geiseln entgegen. Die muss man zunächst einmal in Empfang nehmen und sicherstellen, dass sie keine Sprengvorrichtung an sich haben. Dann sind die Bedingungen entsetzlich, weil man über Leichen steigen muss. Dass hat also sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Das ist richtig, aber wir waren nicht in einer unmittelbaren Notfallsituation. Diese liegt vor, wenn beispielsweise noch ein Feuergefecht im Gang ist. Wenn bei unserem Eintreffen also noch Geiseln erschossen worden wären, wären wir direkt hineingegangen.

Frage: Das ist ein wichtiger Aspekt, denn einige Personen haben sich gefragt, wieso es mehr als zwei Stunden gedauert hat, bis es zum Zugriff gekommen ist.

Christophe Molmy: Ja, natürlich. Diese Fragen sind verständlich. Aber noch einmal: Sie müssen verstehen, unter welchen Bedingungen wir eingeschritten sind. Es gab die permanente Gefahr, dass wir einer Person gegenüberstehen, die sich mit einem Sprengstoffgürtel in die Luft sprengt.

Wir rücken also weiter in zwei Zügen vor. Wir müssen jeden einzelnen Schrank und jede Toilette überprüfen. Das kostete sehr viel Zeit und die Lage war von einer extremen Anspannung. Erst um 23:15 Uhr gelangten wir an eine Tür. Von hinter der Tür rief uns eine Geisel, die von den Terroristen als Sprachrohr genutzt wurde, zu, nicht mehr weiterzugehen. Wir blieben also stehen. Die Geisel erklärt uns, dass dort zwei Terroristen mit Sprengstoffgürteln und zwanzig weitere Geiseln wären und dass sie sich in die Luft sprengen, die Geiseln töten und enthaupten würden, wenn wir uns nähern. Wir erhalten auf Zuruf eine Telefonnummer. Wir geben diese Nummer an den auf Verhandlungen spezialisierten Beamten weiter. Es gab fünf Telefongespräche mit dem Verhandler. Denn obwohl wir annehmen müssen, dass die Terroristen als Märtyrer sterben wollen, hatten wir die Hoffnung, dass wir die Geiseln vor dem Zugriff retten konnten.

Frage: Wie lange dauerten die Gespräche?

Christophe Molmy: Jeweils einige Minuten.

Frage: Stellt sich ein wirklicher Dialog ein oder ist es nur ein Monolog der Terroristen?

Christophe Molmy: Im Unterschied zu der Geiselnahme an der Porte de Vincennes, wo die Beziehung zwischen Coulibaly und dem Verhandler tragfähiger war, der übrigens auch in diesem Fall Verhandlungsführer war, hatten wir hier Schwierigkeiten eine Beziehung zu den Terroristen aufzubauen.

Frage: Gab es irgendwelche Forderungen?

Christophe Molmy: Es waren die üblichen Erklärungen. Wir hätten den Islamischen Staat angegriffen und sie würden nur auf die Aggression reagieren.

Frage: Gab es keine präzise Forderung? Etwa ihre Flucht zu ermöglichen?

Christophe Molmy: Nein. Wie schon gesagt: was man verstehen muss ist, dass im Gegensatz zu Terroristen früherer Generationen Geiseln keine Verhandlungsmasse mehr sind. Diese Terroristen wollen keinen Fluchtwagen, Geld oder die Freilassung von Gesinnungsgenossen.

Frage: Wollten die Terroristen Zugang zu Medien erhalten?

Christophe Molmy: Ja, das wollten sie, aber das haben wir abgelehnt. Denn wir fürchteten, ihnen damit eine Bühne zu geben, auf der sie sich live in die Luft sprengen konnten.

Wir haben dann den Zugriff vorbereitet. Der anwesende Polizeipräfekt hat seine Zustimmung erteilt, zur Tat zu schreiten. Im Unterscheid zu einer Notmaßnahme, haben wir sehr genau ausgelotet, wann, wie und mit welchen Mitteln wir einschreiten und den Zug formiert, wissend, dass die Terroristen in einem engen Gang mit ungefähr zwanzig Geiseln verschanzt sind. Das ist eins der schwierigsten Szenarien. Schrecklich.

Wir haben die erste Kolonne formiert. Der Zugführer hat eine hervorragende Arbeit geleistet. Und sie haben es nicht an Mut mangeln lassen, denn die Männer, die an vorderster Stelle stehen, sind großen Risiken ausgesetzt. Bei ihnen besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass sie getötet werden. Eine zweite Kolonne stand in Bereitschaft für den Fall, dass die ersten Männer fallen sollten. Zusätzlich stand eine Sanitätereinheit unten an der Treppe bereit, um Verletzte und Todesopfer zu bergen.

Frage: Das sind wahre Kriegsszenen, die Sie beschreiben.

Christophe Molmy: Ja, aber das wird und so aufgezwungen. Wir passen uns dem nur an. Unsere Beamten und die Verhandlungsführer sind in Sachen radikaler Islam geschult worden, damit wir wissen, womit wir konfrontiert sind. Wir müssen heute sehr, sehr viel schneller handeln und agieren. Früher hatten wir mehr Zeit, wenn es um eine Geiselnahme im Rahmen einer Familienstreitigkeit ging oder Täter, die sich nach einem Überfall auf einen Werttransport irgendwo verschanzt haben. Man konnte die Situation stabilisieren, zur Dienststelle gehen, seine Ausrüstung holen. Diese Zeit haben wir nicht mehr. Dazu kommt noch, dass in solchen Szenarien der Zugriff in der Regel unumkehrbar ist. Wenn wir reingehen, dann müssen wir bis zum Ende gehen und die Täter neutralisieren. Wir haben nicht viele andere Optionen.

Frage: Ich möchte, dass wir uns den Schild ansehen, der beim Zugriff zum Einsatz kam. Er gibt einen Eindruck von der extremen Gewalt der Konfrontation.

Christophe Molmy: Dort sind 27 Einschusslöcher. Der Schild war an der Stirn des Zugs in einem sehr engen Gang. Die beiden Kollegen, die ihn getragen haben, waren von beispielhaftem Mut, denn es bestand die Gefahr, dass ein Terrorist sich mit seinem Sprengstoffgürtel auf sie warf und in die Luft sprengte. Zunächst haben sie nicht zurückgeschossen, um keine Geiseln zu gefährden. Die Geiseln konnten entkommen, ohne dass es Verletzte oder Tote unter ihnen gegeben hätte, was überwältigend ist. Wir hatten aber auch großes Glück. Wir mussten den Schild, der 80 kg schwer ist, über die Geiseln heben oder ihn zur Seite schwenken, um die Geiseln vorbeizulassen. Erst als alle Geiseln in Sicherheit waren, kam es dann zum zweiten Teil des Zugriffs, dem eigentlichen Zugriff. Das war von einer schrecklichen Gewalt. Wir trafen frontal aufeinander. Ein Ausweichen war unmöglich. Man konnte sich nicht hinter einer Wand oder einer Tür verstecken oder zurückweichen. Man musste vorgehen. Wir haben sie zurückgedrängt und irgendwann konnten wir den Schild nicht mehr nutzen, weil es eine Stufe gab. Der Gang machte einen Knick um nach rechts mit Stufen. Der Schild ist nach vorne gekippt. Die ersten beiden Männer in der Kolonne waren ohne Schutz. Sie haben einen Schatten gesehen und geschossen. Danach ging es sehr schnell. Was dann genau passiert ist, kann ich Ihnen nicht genau sagen. Ob der erste Terrorist getötet und der zweite sich in die Luft sprengt oder ob der erste Terrorist noch seine Sprengstoffweste aktivieren konnte oder durch die Schüsse explodierte, wissen wir nicht. Jedenfalls sind beide explodiert und der eigentliche Zugriff war damit beendet.

Frage: Wie war Ihre Denkweise zum Zeitpunkt des Zugriffs, wollten Sie die Terroristen festnehmen oder war die Lage hierfür zu angespannt?

Christophe Molmy: Diese Frage hat jetzt keinen Sinn mehr und ohnehin wird unser Handeln von den Terroristen vorgegeben. Wir passen uns dem an. Wir sind Profis. Wenn sie plötzlich die Hände hochnehmen und aufhören zu schießen, dann nehmen wir sie fest.

Frage: Und das wollten sie nicht?

Christophe Molmy: Sie haben Leute vor sich, die schießen, nachladen und dann weiterschießen. Es gibt im Schild 27 Einschusslöcher. Das bedeutet, dass noch viel mehr Schüsse abgefeuert wurden, die an den Wänden und an der Decke abgeprallt sind. Einer meiner Kollegen, der sich im hinteren Drittel der Kolonne befand, wurde durch solch einen Abpraller an der Hand verletzt. Wenn er sie direkt abbekommen hätte, wäre seine Hand jetzt zerfetzt.

Frage: Sie waren jetzt zum ersten Mal mit Selbstmordattentätern konfrontiert. Waren Sie darauf vorbereitet?

Christophe Molmy: Wir hatten das vorausgesehen. Bei der Geiselnahme im Supermarkt Hypercasher war es ungefähr die gleiche Situation. Coulibaly hatte 20 Stangen Sprengstoff bei sich. Die Lage war insoweit anders, als sich die Sache in einem Supermarkt abspielte und wir mehr Platz hatten. Es gab allerdings nur zwei Möglichkeiten: entweder sein Sprengstoff explodierte, dann wären wir alle tot gewesen. Oder eben nicht und dann waren wir im Vorteil.

Hier hatten wir zwei Selbstmordattentäter mit der Gefahr für die Geiseln und zusätzlich, dass sich einer der Terroristen auf die vorrückende Kolonne stürzt.

Im Hypercasher hatten wir telefonischen Kontakt mit den Geiseln, so dass wir ihnen sagen konnten, sich zu sammeln und auf den Boden zu legen. Hier waren die Geiseln zwischen den Fronten gefangen, wir hatten vorher auch keinen Kontakt mit ihnen. Der Zugriff im Bataclan war viel brisanter.

Dieser Beitrag wurde unter Frankreich, Kriminalität, Terrorismus abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten zu Zugriff in Dantes Inferno

  1. tikerscherk schreibt:

    Danke für die Transkription.
    Spannend wie ein Krimi und dabei leider Realität.

    • benwaylab.com schreibt:

      Gern. Ja, in der Tat. Es geschehen Dinge, die man vor Kurzem für unvorstellbar gehalten hätte. Ich habe in den letzten Tagen so ziemlich alle Artikel und Sendungen der französischen Medien gelesen und angeschaut. Dieses Interview fand ich am interessantesten. Vielleicht kommt noch was in den kommenden Tagen.

      • tikerscherk schreibt:

        Demnächst gehen sie nachts in gewöhnliche Wohnhäuser und schlachten eine Familie anch der anderen ab.
        Dann wäre man auch Zuhause nicht mehr sicher und um diese Verunsicherung scheint es ihnen auch zu gehen.

      • benwaylab.com schreibt:

        Ich glaube eher, dass sie weiche Ziele treffen wollen und das öffentliche Leben lahmlegen wollen. Auch wenn diese Dschihadisten dumm und ungebildet sind, kennen sie doch mit dem feinen Spürsinn niederer Menschen, die Mechanismen der Tyrannis: Mikropsychia (also die Menschen dazu bringen, sich nur noch mit sich selbst zu beschäftigen), gegenseitiges Misstrauen schüren und dadurch schließlich die komplette Handlungsunfähigkeit der Tyrannisierten herbeiführen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s